Beobachtungsplaetze Niederleis und Buschberg Niederleis ist eine nord-sued gestreckte Ortschaft am Fusse des Buschbergs - der hoechsten Erhebung des Weinviertels. Unser Spechtlplatz liegt oestlich von Niederleis, hoch ueber der Ortschaft auf freiem Feld, auf einem langgezogenen Hoehenruecken, dessen hoechster Punkt 296m erreicht, und auf der Flurkarte "Hocheck" heisst. Wir stehen auf einem asphaltierten Gueterweg etwas suedlich dieser Kuppe, ca. 290m hoch. Der Zug der Leiser Berge liegt noerdlich von uns, Wien genau im Sueden, und ist nur etwas mehr als eine halbe Autostunde entfernt. Im Osten Mistelbach, im Suedwesten Ernstbrunn, mit direktem Licht vom Kalkwerk, so ist fuer entsprechende Himmelsaufhellung reichlich gesorgt. Grad der West- Nordhimmel ist weitgehendst dunkel. Andererseits haben wir hier einen sehr flachen Horizont, und der Beobachtungspunkt ist fuer Walter und mich mit dem geringsten Weg-/Zeitaufwand zu erreichen. In sehr klaren Naechten kann man auch hier noch einigermassen akzeptabel beobachten, am ehesten im Zenitraum, Wien mit seiner riesigen Lichtglocke ist immer sehr stoerend. Unsere erste gemeinsame Beobachtung fand hier statt, und fallweise, speziell wenn wir "schnell" etwas machen wollen, treffen wir uns hier. Wenn uns bodennaher Dunst doch recht beeintraechtigt, weichen wir auf den nahen Buschberg aus. Der Buschberggipfel, 492m hoch, ist von einer Radarkuppel "verziert". Damit die Leut' ein Gipfelkreuz haben, hat man ihnen eines auf den zweithoechsten Punkt gestellt. Das gesamte Areal des Naturparks Leiser Berge ist ein beliebtes Ausflugsziel, natuerlich auch der Buschberg. An Sonntagen ist der Parkplatz gerammelt voll, die Weinviertler stroemen zahlreich auf ihren "Berg", der immerhin die niedrigst gelegene Alpenvereinshuette beherbergt. Leider gibt es zum Spechtln keinen besser erreichbaren Platz als den etwa 440m hoch gelegenen Parkplatz. Die Strasse rauf zur Radarkuppel ist mit Fahrverbot belegt, man haette aber auch nichts davon, weil man dann im Wald steht. Vielleicht koennte man von der Westseite, von Klement her, einen Stellplatz finden, ich hab dafuer einen Tip bekommen, muesst man ausprobieren, vermutlich stehen wir dann aber weniger hoch. Der geschotterte Parkplatz ist also, unser hoechstgelegener Beobachtungsplatz im Weinviertel und liegt direkt an der Strasse, daher ist man nicht gefeit vor stoerendem Licht durch vorbeifahrende Autos. Freilich, viel Verkehr ist in der Nacht nicht, schon gar nicht zu spaeter Stunde. Die Strasse zieht in NW-SO Richtung ueber den Buschberg, somit ist dieser Platz generell anfaellig fuer Wind, der durch diese Schneise recht ungemuetlich durchfegen kann. Der Berg verdeckt den Suedwest und Westhorizont, und schirmt damit auch ein bissl von der Lichtglocke Wiens ab. Auch im Osten ist der Horizont etwas hoeher, das spielt aber keine Rolle, im Weinviertel kann man horizontnahe Beobachtungen sowieso meist vergessen. Prinzipiell sind die Lichtverhaeltnisse aehnlich wie an unserem Niederleiser Platz. An unseren weinviertler Beobachtungspunkten laesst sich leicht erkennen, dass eigentlich jeder Hoehenmeter zaehlt. So haben wir einmal in Niederleis mit starkem Tau gekaempft, sind auf den Buschberg uebersiedelt, fanden waermere Temperaturen und trockene Luft vor, und trotzdem der Himmel im Vergleich zu unseren besten Beobachtungspunkten doch ziemlich stumpf war, haben wir fuer die gegebenen Bedingungen erstaunlich gute Ergebnisse erzielt. Derartig positive Erfahrungen mit gutem Seeing wie in Falkenstein haben wir hier noch nicht gemacht, wenngleich gerade der Niederleiser Platz von der Gelaendeform her recht gut erscheint, was auf den Buschberg ueberhaupt nicht zutrifft. Howdii