Beobachtungsplatz Falkenstein Falkenstein liegt im noerdlichen Weinviertel, etwa eine Autostunde ab Wien, ueber die B7 relativ bequem zu erreichen (sofern nicht durch Baustellen behindert... ). In der sanfthuegeligen Landschaft des Weinviertels ist Falkenstein mit seinen Kalkfelsen ein richtiges "Gebirgsdorf". Dem einen oder anderen mag Falkenstein auch als Weinort bekannt sein. In der Tat, es gibt dort manch' guten Tropfen. Ein Besuch abseits von naechtlichen Beobachtungen lohnt sich, die Burgruine, eine malerisch am Berg gelegene Kirche, der Kalvarienberg, nicht zuletzt die Kellergasse, und, und, und, waeren hier zu nennen... Unser Stellplatz liegt suedlich der Ortschaft, um dorthin zu kommen, fahren wir die Kellergasse rauf, weiter hinauf auf einen Hoehenruecken, diesen entlang bis dicht an einen vor uns abfallenden Suedhang, direkt an einem Weingarten. Dieser Punkt ist etwa auf 330m Seehoehe, westlich von uns erhebt sich der Galgenberg gut weitere 100 Hoehenmeter. Oben steht ein Fernsehsender, der Gipfel ist bewaldet, also fuer unsere Zwecke nicht geeignet. Von allen unseren weinviertler Beobachtungspunkten ist Falkenstein noch am weitesten von Wien entfernt, und Wien liegt nicht gerade genau im Sueden, sondern leicht nach Suedwesten versetzt. Im Norden bringt die nahe Ortschaft jedoch eine relativ scharfe Himmelsaufhellung, und im Nordosten macht sich Nikolsburg bemerkbar. Den dunkelsten Himmel hat man noch von Ost bis Sued, und im Westen. Es gibt durchaus auch im Weinviertel Naechte, an denen in Falkenstein brauchbare Beobachtungen moeglich sind. Bei leichtem Bodennebel zaehlt jeder Hoehenmeter, dafuer stehen wir relativ hoch hier, bei allgemein dunstiger Wetterlage reichen die weinviertler Bergln natuerlich nicht ueber den Dunst hinaus... Gerade an diesem Platz hatten wir schon mehrfach gutes Seeing, was ich nicht fuer reinen Zufall halte, der vor uns abfallende Suedhang duerfte sich positiv auf das lokale Seeing auswirken. Speziell fuer mich hat aber Falkenstein doch einen besonderen Reiz, ich weiss nicht, wie's Walter geht, aber wenn man so die Nacht durchspechtelt, und dann im beginnenden Tageslicht die sanftwellige Landschaft sieht, mit Nebelstreifen in den Taelern, ueber die malerisch gelegene Ortschaft hinueberblickt zur Ruine, mit Galgenberg und "Landmann" gegen den noch dunklen Westhimmel, wo grad die letzten Sterne verblassen, dann mein' ich wohl, dieses Platzl ist eines der schoensten im ganzen Weinviertel. Howdii