Beobachtungsplatz Ebenwaldhoehe Die Ebenwaldhoehe kennen wir, Walter und ich, erst seit geraumer Zeit, haben aber den Himmel, der dort moeglich ist, bereits schaetzen gelernt. Leider ist die Ebenwaldhoehe schon mit betraechtlichem Weg-/Zeitaufwand verbunden, von Wien aus muss man doch 1.5 Stunden rechnen, fuer mich von daheim aus gut 2 Stunden... Wir fahren von Wien ueber die Tangente (A23) und die Aussenringautobahn (A21) bis Alland, von dort weiter ueber den Hafnerberg auf die Hainfelder Bundesstrasse. Durch Hainfeld faehrt man noch durch, nach Rohrbach zweigt dann bald die Strasse links nach Kleinzell ab. Ab hier bis Kleinzell ein kurviges Strassl, mitten im Ort geht's rechts rauf auf den Berg, 7 km schmale Strasse, mit einigen Spitzkehren. Die Ebenwaldhoehe wird nicht nur von Sternguckern gerne besucht, es gibt zahlreiche Wandermoeglichkeiten, und wenn ich nicht irre, im Winter Langlaufloipen. Wo Ausfluegler sind, ist meist auch ein Wirt, das Ebenwaldhaus liegt auf 1046m. Oben findet man einen recht grossen, geschotterten Parkplatz, der im Sueden und Westen von Baeumen begrenzt wird. Im Sueden verstellt auch ein Berg, der Hochstaff, den Blick. Im Osten ist der Horizont frei, im Norden ein bissl eingeschraenkt durch einen ansteigenden Hang. Einige Beobachter folgen aber der Strasse ueber den Parkplatz hinaus ein paar Meter weiter, und stellen entlang der Strasse auf, von dort ist der Horizont weniger eingeschraenkt. Andere Spechtler fahren am Parkplatz vorbei, und stellen entlang der Strasse auf, die rechts den Hang hinauf (zu einem Bauernhof) fuehrt. Hier ist der Horizont auch besser, und fallweise, wenn am Schotterparkplatz Tauprobleme auftreten, soll es hier besser sein. Wo man letztlich aufstellt, kommt speziell bei Wind auf dessen Richtung an. Jedenfalls soll man sich im Klaren sein, der Parkplatz ist oeffentliches Gelaende, die Strassen sind Privatgrund der Bauern, und man muss damit rechnen, unfreundlich angesprochen zu werden, was fallweise schon vorgekommen sein soll... Wenn ich mit dem grossen Dob ausruecke, bleibt sowieso nur der Parkplatz, da ist wohl rundum genug Raum, um mit der Leiter um das Ding herumtanzen zu koennen. Der Himmel ist im Sueden stockdunkel, hier hab ich die Milchstrasse schon bis zum Horizont runter, bis zum Anschlag, gesehen, mit knallhartem Kontrast. Im Westen ist der Himmel auch dunkel, der Norden ist schon ein bissl aufgehellt, und im Nordosten macht sich auch in dieser Entfernung noch Wien bemerkbar, und kann doch eine signifikante Himmelsaufhellung bewirken. Freilich gibt's auch auf der Ebenwaldhoehe bessere und schlechtere Naechte, die schlechteren sind ungefaehr so wie die guten im Weinviertel, die besten Naechte zeigen einen Himmel voller Sterne, mit bis zu 6.5 mag im Zenitraum. Speziell gutes Seeing haben wir hier noch nicht entdeckt. Die Ebenwaldhoehe ist aber nicht immer der ideale Beobachtungsort, oft fangen sich in den Bergen drin die Wolken, da geht einfach nix, waehrend es ein paar Kilometer noerdlich klaren Himmel gibt. Im Winter - sagen die erfahrenen Ebenwald-Spechtler - ist es meist sehr klar, waehrend im Sommer auch noch hier, in etwa 1000m Seehoehe, zuviel Dunst liegt. Im Winter gibt es dafuer oft eine Temperaturumkehr, da ist es unten in Kleinzell bitterkalt, oben etwas waermer, wie es auch kuerzlich mein Spechtlfreund Walter erlebt hat. Die Strasse ist bei Schneelage gut geraeumt, meist aber nur wenig bis nicht gestreut. Gute Winterreifen oder Schneeketten sind also Grundvoraussetzng fuer Winter-Ebenwaldfahrten. Howdii