Beobachtungsplatz Hochwechsel Den Hochwechsel als Spechtlplatz haben Walter und ich erst einmal probiert. Die Anreise von Wien aus ist eher umstaendlich, weil die Strasse von der Suedseite her auf den Berg fuehrt. Fuer die Anfahrt sollte man schon gut zwei Stunden ab Wien einplanen. Man faehrt auf der Suedautobahn (A2) bis zur Ausfahrt Friedberg - Pinggau, von dort wohl am besten auf der Wechselbundesstrasse weiter Richtung Sueden bis Rohrbach a.d. Lafnitz. Von dort muss man nach Westen, Richtung Waldbach, kann aber bereits von Moenichwald aus auf den Hochwechsel hinauffahren. Der untere Teil der Strasse ist asphaltiert, schmal und etwas holprig, der obere Teil, uebrigens mautpflichtig, ist geschottert, und ein erbaermlich schlechter Weg mit groben Steinen, und zahlreichen Querrinnen. Gerade diese letzten Kilometer ziehen sich in die Laenge, weil man sehr langsam fahren muss. Der Hochwechsel wird almwirtschaftlich genutzt, also gibt es auch Kuehe, zwischen denen man herumkurvt. Vielleicht findet man durchaus andere Stellplaetze, wir sind jedenfalls bis zum Wetterkoglerhaus raufgefahren. Wer gedenkt, sich vor der Nacht noch zu staerken, sollte seine Ankunkft rechtzeitig planen, warme Kueche gibt es nur bis zum sehr fruehen Abend. Besonders gut speist man jedenfalls nicht. Diesen "Pflichtbesuch" in der Huette sollte man aber vielleicht doch in Kauf nehmen, man kann den Wirt bitten, die Leuchtreklame in der Nacht abzuschalten. Ganz ohne stoerendes Licht vom Haus her wird man aber nicht bleiben. Mit 1743 Meter ist der Hochwechsel natuerlich schon einigermassen "alpin", mit sehr kuehlen Nachttemperaturen ist zu rechnen, dafuer steht man aber weitgehend ueber dem Dunst der Tallagen. Besonders wettersicher ist der Hochwechsel wohl nicht, sich relativ rasch aendernde Bedingungen duerften keine Seltenheit sein, wie wir es erlebten. Unsere Nacht war leicht windig, die Temperatur gegen 0 Grad (und das im Juni!), Tau gab es nicht. Im Zenitraum sind sicher 6.5 mag moeglich, der Sueden und Westen ist dunkel, im Norden macht sich natuerlich Wien bemerkbar, und vom Osten her kommt Licht von den nahen Ortschaften Moenichkirchen und Aspang Markt herauf. Der Suedhorizont liegt zwar sehr tief, aber man schaut geradewegs in die Dunstsuppe hinein. Auffallend war das exzellente Seeing in dieser Nacht, und es duerfte kein Zufall sein. Die Lage des Beobachtungspunktes an der Kante eines stark abfallenden Suedhanges, mit der hauptsaechlich vorherrschenden Windrichtung Nordwest, duerfte das lokale Seeing sehr positiv beeinflussen. Im Winter ist der Hochwechsel meines Wissens nach nicht ueber die Strasse erreichbar, laut Strassenkarte herrscht Wintersperre von November bis Mai. Howdii